Pressemitteilung: Kritik an Prüfung weiterer Erdölförderung im Landkreis Augsburg – SPD warnt vor Risiken für Umwelt und Gewässer

Augsburg, 23. Januar 2026 – Die Pläne zur erweiterten Erdölförderung im Landkreis Augsburg stoßen bei der SPD auf deutliche Kritik. Die Firma Oneo hat im vergangenen Dezember eine sog. Aufsuchungserlaubnis erhalten, um Erdölvorkommen entlang der Wertach zwischen Großaitingen, Reinhartshofen und Guggenberg zu prüfen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn, zugleich umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, sieht darin einen klaren Widerspruch zu bestehenden Umwelt- und Renaturierungszielen in der Region.
Renaturierung vs. Ölbohrung
„Die erweiterte Erdölförderung steht im starken Kontrast zu zeitgemäßen Umweltprojekten wie Wertach Vital. Wir können nicht auf der einen Seite unsere Flüsse renaturieren, und dann auf der anderen Seite „Drill, Baby, Drill“ schreien.“, so Rasehorn.
Rasehorn: „Der Begriff ‚heimische Quelle‘ klingt nach Gemüse vom örtlichen Biobauernhof.“
Besonders kritisch sieht Rasehorn die öffentliche Darstellung der Förderung: „Der Begriff ‚heimische Quelle‘, den die Firma Oneo gerne verwendet, klingt nach Gemüse vom örtlichen Biobauernhof. Doch im Gegensatz zu heimischem Gemüse ist das Bohren nach Öl aus der Zeit gefallen. Statt weitere Millionen in die Erdölförderung zu investieren, sollte das Unternehmen Oneo jeden weiteren Cent konsequent in erneuerbare Energien stecken und uns nicht die Katze im Sack verkaufen.“
Erneuerbare Energien sind die Zukunft
Die SPD-Landtagsfraktion fordert seit Langem eine konsequente Förderung erneuerbarer Energien und eine klare Abkehr von neuen fossilen Projekten. „Der Freistaat muss endlich seiner Verantwortung für zukünftige Generationen gerecht werden. Nachdem Firmen wie Oneo selbst nicht konsequent auf den Umstieg auf erneuerbare Energien setzen, sollte der Freistaat, wie von BUND Naturschutz und Greenpeace gefordert, prüfen, ob ein Verbot von Gasbohrungen im bayerischen Landesentwicklungsprogramm verankert werden kann“, kündigte Rasehorn an.
Wamser: „Das ist Energiepolitik aus dem letzten Jahrhundert.“
Auch auf kommunaler Ebene gibt es deutlichen Widerspruch. Fabian Wamser, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Augsburg und Landratskandidat, erklärt: „Im Jahr 2026 sollten keine neuen Ölfelder mehr erschlossen werden – und übrigens auch keine Erweiterungen stattfinden. Schon gar nicht entlang unserer Gewässer. Das ist Energiepolitik aus dem letzten Jahrhundert.“
Keine Handhabe für die Gemeinden vor Ort
Wamser weist zugleich auf ein strukturelles Problem hin: „Die Schwierigkeit ist, dass wir hier als kommunale Ebene kaum Handhabe haben, gleichzeitig aber die Belastung von Umwelt und Infrastruktur aushalten müssen. Umso wichtiger ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreis und Landespolitik, um Umwelt- und Klimaschutz konsequent durchzusetzen. “
SPD: Umweltpolitik statt Ölpolitik
Die SPD macht deutlich, dass für sie die Interessen der Bürger*innen und der Schutz der Natur vor Ort im Mittelpunkt stehen und nicht die Interessen der Ölindustrie. Deshalb wird sie weitere Schritte rund um die Erdölförderung, etwa falls es zu wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren kommt, aufmerksam und kritisch begleiten mit dem klaren Ziel, Umwelt und Gewässer für zukünftige Generationen zu schützen.
Weitere Pressemitteilungen
Augsburg 11.05.2026 - Anna Rasehorn, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Einzelpersönlichkeit des Stadtjugendrings, äußert sich zur Entscheidung des SJR zum [...]
Augsburg 27.04.2026 - Die Augsburger Europawochen sind eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam über die Zukunft unseres Kontinents nachzudenken. Als SPD Augsburg [...]
Augsburg 23.04.2026 - "Zum Stichtag 1. Februar 2026 zeigt sich im Regierungsbezirk Schwaben ein massiver Personalmangel: Fast 13 Prozent der [...]
Augsburg 30.03.2026 - Großes Familienglück bei Anna Rasehorn: Die Landtagsabgeordnete ist erneut Mutter geworden und bedankt sich herzlich für die [...]
Augsburg 23.03.26 - Haushaltslage in Schwaben: „Belastungsgrenze der Kommunen ist erreicht“ Anlässlich der angespannten Haushaltslage des Bezirks Schwaben und der Erhöhung [...]







