Pressemitteilung: Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz im City Club erschüttert Vertrauen

Augsburg 02.02.2026 – Die Augsburger SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn zeigt sich tief besorgt über einen Polizeieinsatz am vergangenen Samstagabend im City Club Augsburg. Nach aktuellen Berichten wurde der Club, der maximal rund 200 Besucher*innen fassen kann, mit einem Großaufgebot von etwa 200 Polizeibeamtinnen untersucht.
„Unverhältnismäßig und entwürdigend“
„Ich bin enttäuscht über die Unverhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes im City Club Augsburg“, erklärt Rasehorn. „Feiernde Menschen wurden laut Berichten durchsucht und mussten sich bis auf die Unterwäsche – und teils darüber hinaus – ausziehen. Das ist entwürdigend. Dieses Vorgehen steht in keinem angemessenen Verhältnis und wirft ernste Fragen auf.“
Vertrauen ist eine Währung in der Demokratie
Gerade in einer Demokratie sei Vertrauen unverzichtbar, so die Abgeordnete weiter. „In unserer Demokratie ist Vertrauen eine Währung. Vertrauen in unsere Einsatzkräfte ist essenziell. Genau deshalb braucht es Augenmaß, Verhältnismäßigkeit und eine klare Priorisierung der Einsätze von den verantwortlichen Stellen im Landtag.“
Die politische Verantwortung liegt bei Innenminister Herrmann
Mit Blick auf die politische Verantwortung richtet sich Rasehorn an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann: „Darüber hinaus kostet der unverhältnismäßige Einsatz von rund 200 Beamt*innen gegenüber etwa 120 Gästen nicht nur Vertrauen, sondern setzt auch einen erheblichen Einsatz an Steuermitteln und Personal voraus. Es liegt in Ihrer Verantwortung, dass diese sinnvoll eingesetzt werden, und nicht nur zu Lasten der Gäste dieses Kulturortes, als auch der Polizist*innen, die die Nacht durcharbeiten mussten. Es bleibt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.”
Parlamentarische Aufarbeitung angekündigt
Um den Einsatz parlamentarisch aufzuarbeiten, kündigt Rasehorn weitere Schritte an. „Ich werde eine umfassende Anfrage an die Staatsregierung stellen. Darin werde ich unter anderem nach den Ergebnissen, der rechtlichen Grundlage und den Kosten dieses Polizeieinsatzes fragen. Die Bürger*innen haben ein Recht auf Transparenz und auf einen Staat, der ihre Grundrechte schützt.“
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