Pressestatement: Personalsituation der Lebenmittelkontrolleur*innen in Schwaben

April 23, 2026

Augsburg 23.04.2026 – „Zum Stichtag 1. Februar 2026 zeigt sich im Regierungsbezirk Schwaben ein massiver Personalmangel: Fast 13 Prozent der Stellen sind unbesetzt. Fünf der zehn am schlechtesten besetzten Landkreise in ganz Bayern liegen in Schwaben – darunter Günzburg mit 26 Prozent, Unterallgäu mit 25 Prozent und Ostallgäu mit 24 Prozent unbesetzter Stellen. Das ist kein lokales Ausreißerproblem, das ist ein regionaler Alarmzustand. Wenn fast jede achte Stelle fehlt, können die verbleibenden Beschäftigten die Lücken nicht auffangen – nicht ohne gravierende Einbußen bei Kontrolldichte und Qualität.

 
In der Lebensmittelüberwachung geht es um den unmittelbaren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine dauerhafte Unterbesetzung ist daher kein organisatorisches Randproblem, sondern ein ernstzunehmendes Risiko für die Lebensmittelsicherheit jedes Einzelnen.
 
Besonders bitter ist: Die aktuelle Politik der Staatsregierung verschärft die Lage, statt sie zu verbessern. Die verzögerte Übertragung der Tarifrundenergebnisse auf die bayerischen Beamtinnen und Beamten sendet ein fatales Signal an alle, die sich für eine Karriere im öffentlichen Dienst entscheiden könnten. Wer so mit seinem Personal umgeht, darf sich nicht wundern, wenn die Stellen leer bleiben.
 
Es braucht jetzt konsequentes Handeln: eine ehrliche Bestandsaufnahme, verbindliche Personalaufstockungen und eine Wertschätzung für den öffentlichen Dienst, die über Sonntagsreden hinausgeht. Die Lebensmittelüberwachung in Bayern verdient das – und die Verbraucherinnen und Verbraucher auch.“

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