Lieslotte Kolumne: Von Familiengeld, Kitas und Etikettenschwindeln

Mai 27, 2026

Augsburg 01.06.2026 – Für Kitas ist entscheidend, dass Finanzierung, Personal und Bildungsqualität gesichert sind. Familien brauchen verlässliche Betreuung und Elternbeiträge, die ihr Budget nicht überlasten. Doch genau das wird zunehmend zum Problem: Ende 2025 wurden Familien- und Krippengeld abgeschafft, das angekündigte Kinderstartgeld gar nicht erst eingeführt – die finanzielle Entlastung für Familien ist damit weg. Nun behauptet die Staatsregierung, dieses Geld komme über die BayKiBiG‑Reform wieder bei den Familien an. Das klingt gut, ist aber ein Etikettenschwindel. Eine echte Entlastung wird voraussichtlich ausbleiben, denn mit dem Gesetzentwurf der Staatsregierung lassen sich Kita-Beiträge weder stabilisieren noch senken. Eine langfristig auskömmliche Finanzierung der Kinderbetreuung ist nicht erkennbar; die entstehenden Lücken werden weiterhin von Eltern geschlossen werden müssen. Wer Familien wirklich unterstützen will, muss nicht nur gute frühkindliche Bildung garantieren, sondern das Leben mit Kindern bezahlbar machen. Genau dafür kämpfe ich im Landtag.

 

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