Pressemitteilung: Zur Entscheidung für ein Bildungszentrum von Yad Vashem in München

Mai 28, 2026

Augsburg, 28.05.2026 – Die SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn begrüßt die Entscheidung, ein Bildungszentrum der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in München anzusiedeln. „Dass die weltweit erste internationale Außenstelle von Yad Vashem in München entstehen soll, ist ein starkes und wichtiges Zeichen. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder offen auftritt, rechte Ideologien erstarken und die Zahl der Zeitzeug*innen immer kleiner wird, braucht es Orte des Erinnerns, Lernens und Mahnens mehr denn je“, erklärt Rasehorn. Das geplante Bildungszentrum soll am Karolinenplatz entstehen und die Holocaust-Bildung sowie die Erinnerungsarbeit in Deutschland stärken. Yad Vashem betont dabei insbesondere die Bedeutung historisch fundierter Bildungsarbeit gegen Geschichtsverfälschung, Antisemitismus und das Vergessen der Shoa. „München trägt als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ eine besondere historische Verantwortung. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten sichtbar bleibt und aktiv vermittelt wird. Die Shoa darf niemals relativiert oder verdrängt werden“, so Rasehorn weiter. Besonders junge Menschen müssten dabei stärker in den Fokus der Erinnerungsarbeit rücken. „Wir erleben aktuell, dass antisemitische Einstellungen, Verschwörungserzählungen und rechtes Gedankengut gerade über soziale Medien wieder zunehmend Anschluss bei jungen Menschen finden. Umso wichtiger ist es, junge Generationen früh für die Geschichte der Shoa, die Mechanismen von Menschenfeindlichkeit und die Bedeutung demokratischer Werte zu sensibilisieren“, erklärt Rasehorn. Besonders hebt Rasehorn hervor, dass das Zentrum die Perspektiven der Opfer und Überlebenden stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Erinnerungskultur müsse lebendig bleiben und insbesondere junge Menschen erreichen. SPD.DE 1 „„Nie wieder“ darf keine bloße Floskel sein. Erinnerung bedeutet Verantwortung – für unsere Demokratie, für den Schutz jüdischen Lebens und für den entschlossenen Kampf gegen jede Form von Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit.“ Hintergrund: Das Bildungszentrum von Yad Vashem in München soll nach Angaben der Gedenkstätte innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre eröffnet werden. Es handelt sich um die erste internationale Niederlassung der Holocaust-Gedenkstätte außerhalb Israels.

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