Pressemitteilung: 386,5 Millionen Euro für neues Forschungszentrum der Universitätsmedizin Augsburg

Juli 15, 2026

Augsburg, 15. Juli 2026 – Anna Rasehorn: „Das Zentrum für integrierte translationale Forschung ist ein weiterer entscheidender Baustein für den Medizinstandort Augsburg“

Der Ausbau der Universitätsmedizin Augsburg nimmt weiter Gestalt an. Nachdem der Freistaat Bayern endgültig grünes Licht für den Neubau des Universitätsklinikums Augsburg über insgesamt fünf Milliarden Euro Fördersumme gegeben hat, wird es nun bereits konkret: Für den Neubau des Zentrums für integrierte translationale Forschung, kurz ZeIT, sind Gesamtkosten in Höhe von rund 386,5 Millionen Euro vorgesehen. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2028 geplant, die Fertigstellung für das dritte Quartal 2032. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute die Gesamtkosten genehmigt und den bisherigen Planungstitel in einen Bautitel umgewandelt.

„Mit dem neuen Forschungszentrum investieren wir in die Zukunft der Universitätsmedizin Augsburg und damit auch in die medizinische Versorgung von morgen. Forschungsergebnisse sollen schneller den Weg aus dem Labor in die praktische Behandlung von Patientinnen und Patienten finden. Genau dafür schafft das ZeIT die notwendigen räumlichen und technischen Voraussetzungen“, erklärt die Augsburger Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn.

Zentrale Plattform für medizinische Forschung

Das ZeIT wird nach dem Institut für Theoretische Medizin das zweite Forschungsgebäude auf dem neuen Medizincampus. Es soll die zentrale interdisziplinäre Organisationseinheit der Medizinischen Fakultät bilden und die klinischen sowie klinisch theoretischen Fächer eng mit der Grundlagenforschung vernetzen.

Geplant sind Forschungsflächen, hoch spezialisierte Labore und gemeinsam genutzte wissenschaftliche Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem das Zentrum für Klinische Studien, eine Biobank, Flächen für Drittmittelprojekte sowie besonders ausgestattete Laborbereiche. Inhaltliche Schwerpunkte werden insbesondere die Bereiche Environmental Health Sciences und Medical Information Sciences bilden.

„Moderne Medizin entsteht nicht mehr in voneinander getrennten Fachbereichen. Sie lebt von der Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen und von einer engen Verbindung zwischen Forschung, Lehre und klinischer Praxis. Das ZeIT wird dafür auf dem Augsburger Medizincampus einen zentralen Ort schaffen“, so Rasehorn.

Hoch spezialisiertes Gebäude für anspruchsvolle Forschung

Der Neubau wird aus zwei Gebäudeteilen bestehen, die durch einen unterirdischen Tunnel technisch und logistisch miteinander verbunden sind. Das Hauptgebäude soll unter anderem Labor und Büroflächen, einen Hörsaal, ein Konferenzzentrum, eine Cafeteria und einen offenen Science Hub erhalten.

Insgesamt entstehen rund 13.800 Quadratmeter Nutzfläche. Aufgrund der hoch spezialisierten Forschungsbereiche, der umfassenden technischen Anlagen sowie der hohen Sicherheits- und Brandschutzanforderungen handelt es sich um eines der anspruchsvollsten Bauprojekte auf dem neuen Medizincampus.

Investition in Augsburg als Wissenschaftsstandort

Der neue Medizincampus soll langfristig Raum für rund 1.500 Medizinstudierende, bis zu 100 Professuren und etwa 1.400 Beschäftigte bieten.

„Die Universitätsmedizin ist eine historische Chance für Augsburg und die gesamte Region. Sie schafft hochwertige Arbeitsplätze, stärkt die medizinische Forschung und erhöht die Attraktivität unserer Stadt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In und Ausland. Entscheidend ist jetzt, dass die Planungen verlässlich umgesetzt und die vorgesehenen Zeitpläne eingehalten werden“, betont Rasehorn.

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