Gemeinsame Pressemitteilung: Keine Kürzungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München

Augsburg, 02. Oktober 2026 – Heubach, Rasehorn und SPD/ÖDP/Volt im Stadtrat: Keine Kürzungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München
Die drohenden Kürzungen im Regionalverkehr zwischen Augsburg und München sorgen weiter für Kritik. Nach aktuellen Berichten hält die DB InfraGO vorerst an ihren Planungen für die Verteilung der Schienenkapazitäten ab 2028 fest. Demnach könnten insgesamt zwölf Regionalverbindungen entfallen. In den Hauptverkehrszeiten könnten statt bislang teilweise drei oder vier nur noch zwei Regionalzüge pro Stunde und Richtung verkehren.
Die Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn, die Bundestagsabgeordnete Heike Heubach und Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt haben sich deshalb in einem gemeinsamen Brief an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und den Vorstandsvorsitzenden der DB InfraGO, Dr. Philipp Nagl, gewandt. Unterstützung für das Engagement der Abgeordneten kommt auch von Oberbürgermeister Florian Freund und Bürgermeister Dirk Wurm.
Rasehorn: Verbindungen zu streichen ist ein schlechter Witz
„Die Verbindung zwischen Augsburg und München ist für tausende Menschen Teil ihres täglichen Arbeitsweges. Gerade morgens und am späten Nachmittag sind die Züge schon heute stark ausgelastet, viele müssen stehen. In dieser Situation ausgerechnet Verbindungen zu streichen ist ein schlechter Witz“, erklärt Rasehorn.
Grundlage der Diskussion ist die künftige Aufteilung der knappen Schienenkapazitäten insbesondere zwischen München Pasing und Olching. Im Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität der DB InfraGO sind dort zwei Kapazitäten pro Stunde für den Schienenpersonennahverkehr und 3,5 für den Fernverkehr vorgesehen.
Heubach: Fernverkehr darf nicht bedeuten, dass dafür die Regionalzüge gestrichen werden
„Wir wollen zusätzlichen Fernverkehr nicht verhindern. Aber mehr Fernverkehr darf nicht bedeuten, dass dafür die Regionalzüge der Pendlerinnen und Pendler gestrichen werden“, sagt Heike Heubach, „Der Bund trägt Verantwortung für eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur. Wenn die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen, müssen Bund, Freistaat und DB InfraGO gemeinsam Lösungen finden.“
Drei Forderungen gestellt
In ihrem Schreiben formulieren die drei Abgeordneten und Mandatsträger deshalb drei zentrale Forderungen: Das heutige Regionalverkehrsangebot zwischen Augsburg und München soll auch ab 2028 mindestens erhalten bleiben. Gerade in den Hauptverkehrszeiten müssen ausreichend Kapazitäten für Regionalzüge zur Verfügung stehen. Außerdem sollen Bund, Freistaat, DB InfraGO und Bayerische Eisenbahngesellschaft gemeinsam nach einer Lösung suchen, bevor die Fahrpläne für 2028 festgelegt werden.
Adam / Hammer: Bahnverbindung gehört zur grundlegenden Infrastruktur für Augsburg und die Region
„Eine zuverlässige Bahnverbindung nach München gehört zur grundlegenden Infrastruktur für Augsburg und die Region“, erklären Benjamin Adam und Lara Hammer, Fraktionsvorsitzende von SPD/ÖDP/Volt. „Wenn morgens weniger Züge fahren, werden die ohnehin stark ausgelasteten Verbindungen noch voller. Für Pendlerinnen und Pendler aus Augsburg und der Region wird es damit noch schwerer, pünktlich und zuverlässig ans Ziel zu kommen.“
Bereits Anfang September hatten sich die Oberbürgermeister und Landräte der Region mit einem gemeinsamen Schreiben gegen die geplanten Kürzungen ausgesprochen. Sie forderten insbesondere den Erhalt der Regionalverbindungen während der Hauptverkehrszeiten.
Den bisherigen Plan überprüfen und ändern
Heike Heubach, Anna Rasehorn und die Fraktionsgemeinschaft SPD/ÖDP/Volt erwarten nun von den Verantwortlichen, die bisherige Planung noch einmal zu überprüfen und zu ändern.
„Noch ist der Fahrplan für 2028 nicht endgültig entschieden. Deshalb bringen wir jetzt die verschiedenen politischen Ebenen zusammen und machen mit unserem Brief deutlich, was Augsburg braucht: einen guten Regionalverkehr für alle Pendlerinnen und Pendler und keine Verschlechterung der Verbindung nach München. Sollte der Plan so durchgezogen werden, werden wir als gewählte Abgeordnete sicher nicht danebenstehen und zuschauen.“
Oberbürgermeister Freund und Bürgermeister Wurm unterstützen das Engagement der Abgeordneten
Auch Oberbürgermeister Dr. Florian Freund und Zweiter Bürgermeister Dirk Wurm unterstützen die Forderung nach dem Erhalt der Regionalverkehrsverbindungen zwischen Augsburg und München. Für Augsburg und die gesamte Region ist eine leistungsfähige und verlässliche Schienenanbindung an München von zentraler Bedeutung. Eine Reduzierung des Angebots, insbesondere in den Hauptverkehrszeiten, würde zahlreiche Pendlerinnen und Pendler unmittelbar treffen. Beide appellieren daher an die Verantwortlichen bei Bund, Freistaat und Bahn, gemeinsam eine Lösung zu finden, die das bestehende Angebot dauerhaft sichert.
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